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Ich schicke meine Tochter gerne auf die JBS, weil ich dort auch schon zur Schule ging.
Alle Zitate lesen Irka Ringwald
Vom Vorteil der persönlichen Begegnung

Wer steht am Samstag gerne früh auf? Jugendliche auf jeden Fall nicht! Insofern ist es für unsere Schülerinnen und Schüler zunächst eher eine gewisse Herausforderung gewesen, um 8:00 Uhr in der Schule parat zu stehen, um die ankommenden Firmenvertreter freundlich zu begrüßen, ihnen beim Auspacken ihrer Fahrzeuge zu helfen oder einen ersten Kaffee anzubieten. Aber Kompliment, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 haben das mit viel Freundlichkeit und Charme hinbekommen.

Und ab 9:00 Uhr strömten dann die Gäste zahlreich ins Schulhaus. Frau Rammaier für die Schulleitung und Herr Gorhan für die Gemeinde begrüßten die über 300 Besucher des Berufsinformationstags.

Nach diesem offiziellen Start wurden die Informationsstände der lokalen Firmen und Einrichtungen (Faulhaber, Honeywell, Telekom, Nagel, Volksbank, Rathaus, Polizei usw.) sowie der weiter führenden Schulen gestürmt. Zum Teil herrschte drangvolle Enge. Die Schule ist zu klein für so viele Besucher. (Sabrina B., Kl. 9) Ich fand nicht so gut, dass so viele Leute da waren. Man musste immer ziemlich lange warten, bis man mit einem Firmenvertreter reden konnte. (Sandra J., Kl. 9) Anknüpfungspunkt für das Gespräch war ein Erkundungsbogen, den die Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag ausfüllen mussten, aber viel wichtiger waren die persönliche Begegnung mit den Repräsentanten der Firmen und Schulen. Ein paar Stände hatten sehr nette Leute, die ihren Stand sehr gut repräsentiert hatten. (Paul K., Kl. 9) Einige Firmen kamen mit Auszubildenden im dritten Lehrjahr, die einst unsere Schüler waren. Sie waren stolz zu zeigen, dass sie schon ein ganzes Stück auf ihrem Ausbildungsweg vorangekommen sind und wir Lehrer freuen uns, dass unsere Ehemaligen so gut in der Berufswelt Tritt fassen! Nicht zuletzt sind die Auszubildenden der Betriebe für die jetzigen Schüler eine große Motivation: Und in vier Jahren stehe ich vielleicht schon auf der anderen Seite des Standes?! Am Berufsinfotag fand ich gut, dass man viele Informationen bekommen hat und dass auch Azubis dabei waren, weil man die eher anspricht. (Sabrina Z., Kl. 9) Mit den Azubis reden hat Spaß gemacht. (Tanja M., Kl. 9) Die persönliche Begegnung und die daraus resultierenden Gespräche bilden jedenfalls eine wichtige erste Brücke in die Berufswelt.

Zwischendurch gab es in der ovalen Aula immer wieder Vorträge einzelner Schulen (Gottlieb-Daimler-Schule Sindelfingen, IB Böblingen oder das Institut Flad in Stuttgart) über deren differenziertes Bildungsangebot für unsere Schülerinnen und Schüler. Die Vorträge fand ich auch ziemlich klasse. (Kim D., Kl. 9) Sollte jemand noch nicht zum Frühstücken gekommen sein, die Klassen 7 boten Getränke, Brezeln und belegte Brötchen an.

Als dann so kurz nach 12:00 Uhr die Zahl der Besucher etwas abebbte und die Aussteller mit zufriedenen Mienen ihre Stände abzubauen begannen, war erneut deutlich geworden:

Der Berufsinformationstag ist eine echte win-win-Situation. Die ortsansässigen Firmen können in einer Zeit, da die Zahl der Bewerber um qualifizierte Ausbildungsgänge rückläufig ist, frühzeitig Kontakte zu Schülerinnen und Schüler mit Potenzial knüpfen und umgekehrt können unsere Schulabgänger und ihre Eltern auf engem Raum und in kurzer Zeit vielfältige Eindrücke zu den Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten in ihrem Lebensumfeld gewinnen. Ich finde den Berufsinfotag sehr gut. Es waren sehr viele Firmen da. Man konnte sich dadurch sehr vielseitig informieren. (Jonathan W., Kl. 9) Dafür lohnt es sich dann doch, auch mal an einem Samstag früh aufzustehen! Ich hatte mir den Tag langweilig vorgestellt, aber er war dann doch interessant und lustig. (Lena D., Kl. 9)

Deshalb wird es – trotz zurückgehender personeller Ressourcen für die Ausrichtung dieser Veranstaltung – hoffentlich nicht der letzte Berufsinformationstag an der JBS gewesen sein! Unser Schulhaus ist groß und für den einen oder anderen Schönaicher Handwerkbetrieb, der das nächste Mal sich ebenfalls präsentieren möchte, finden wir sicher noch einen guten Platz!

Dr. Manfred Schnitzler

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