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Ich gehe gern auf die JBS, weil man dort viel lernen kann, es in der Nähe ist und ich in die Schule laufen kann.
Alle Zitate lesen Angelina, 14 Jahre
Weil glauben und helfen zusammengehören: die Diakoniestation Schönaich

In Klasse 8 steht das Projekt „Soziales Engagement" im Mittelpunkt unserer schulischen Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler sammeln während 32 Stunden Sozialarbeit – in der Regel außerhalb der Schule – wichtige Erfahrungen: „Ich werde gebraucht. Ich kann schon einiges. Ich gewinne für andere Bedeutung. So ganz anders kann das Leben in unserer Gesellschaft auch aussehen." In der Schule werden sie auf ihr Sozialprojekt vorbereitet, bekommen Anleitung, ihre Erfahrungen zu sammeln und auszuwerten und präsentieren diese gegen Ende des Schuljahrs.

Bild1 webLogo der DiakoniestationDas Projekt „Soziales Engagement" hat wesentliche Impulse aus dem Fach Religion bekommen und ist von dort in den Bildungsplan der Realschule aufgenommen worden. Warum setze ich mich für andere ein? Ist in unserer Gesellschaft letztlich nicht doch jeder sich selbst der Nächste? Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem christlichen Glauben und meinem Einsatz für andere?
In diesem Zusammenhang haben wir als evangelische Religionsgruppe der R 8b am 5. November 2012 einen Lerngang in die Diakoniestation Schönaich unternommen.


In den ansprechenden und großzügigen Räumlichkeiten wurden wir von Frau Ulmer, der Pflegedienstleiterin und Frau Ebinger, einer Krankenschwester des Alten- und Krankenpflegeteams, freundlich begrüßt. Auf einem großen Tisch waren viele Gegenstände vorbereitet: Gummihandschuhe, ein medizinischer Koffer, eine Rechnung, ein Handschmeichler in Kreuzform, ein Taschenrechner, eine Wärmehaltebx, Kehrschaufel und Besen, eine Injektionsspritze für Diabetiker usw. In Gruppen sollten die Schüler nun diese Gegenstände Arbeitszweigen der Diakoniestation zuordnen und ihre Wahl begründen. Was gehört zur Hospizarbeit oder was zur Nachbarschaftshilfe? Was braucht die IAV (Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstation Schönbuch), was ist zentrales Arbeitsgerät des Kirchenpflegers oder wird zur Alten- und Krankenpflege benötigt? Die Zuordnung war gar nicht so leicht und die Pflegedienstleiterin musste einiges richtig stellen.

Bild2 webSchüler stellen ihren Arbeitszweig vorAbschließend problematisierte Frau Ulmer, warum denn die Kirche Träger der Diakoniestation sei und was christlicher Glaube mit der Hilfe am Mitmenschen zu tun habe. Einige erinnerten sich an die Beispielgeschichte Jesu vom „Barmherzigen Samariter". Sein selbstloses Handeln soll Christen ein Vorbild sein. „Gehe hin und mache es genauso!", fordert Jesus seine Zuhörer auf. In den Grundlagen der Diakoniestation heißt es entsprechend: „Als Einrichtung der Kirchengemeinde ist die Diakonie- und Sozialstation Schönbuch Ausdruck des gelebten Glaubens der christlichen Gemeinde in Wort und Tat." Oder wie es eine Schülerin im Rückblick zusammenfasste: „Es war gut, dass wir etwas über die vielen Pflegedienste in Schönaich gelernt haben und jetzt wissen, dass auch die alten und kranken Menschen nicht vergessen werden." (Noelle)

Bild3 webFrau Ulmer mit Handschmeichler in Kreuzform

Weil glauben und helfen zusammengehören, kann das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler deshalb viel mehr sein als eine notwendige Pflicht im Rahmen schulischer Bildung.

Manfred Schnitzler

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