scotland2.jpg
Ich schicke meine Tochter auf die JBS, weil sie in der Nähe ist und es die Bläserklasse gibt.
Alle Zitate lesen Barbara Keller
Flexibilität gefragt!
Herr Jäger, technischer Betriebsleiter des Unternehmens, nahm sich am 16. Mai 2013 fast zwei Stunden für uns, eine Gruppe von 14 Schülerinnen und Schülern aus der R 9a Zeit, um alles Wichtige vom Auftragseingang bis zur Auslieferung der fertigen Broschüren zu zeigen.

Bild1 webBild 1: Die fertige Druckplatte
  • Von Außendienstmitarbeitern werden die Druckaufträge akquiriert.
  • Die Daten für den Druckauftrag werden allermeist digital zugeschickt, um dann in der Druckvorstufe in ihrer Qualität kontrolliert und ggf. aufbereitet zu werden. Hier entscheidet sich auch, wie die Seiten sinnvoll auf der Druckplatte angeordnet werden, damit später beim Falzen des bedruckten Papierbogens die gewünschte Seitenabfolge entsteht. Evt. wird ein Probeausdruck gemacht. Bevor das Ganze dann in den Druck geht, muss der Kunde anhand des Vorabdrucks rückmelden, ob alles in Ordnung ist.
Bild2 webBild 2: Die neue Offset-Druckmaschine

  • Große Aufträge werden im Offsetverfahren gedruckt, kleinere im Digitalverfahren. Dieses Jahr hat die Druckerei Mack fast 2 Millionen Euro in neue Maschinen investiert und eine neue Sechsfarben-Offset-Druckmaschine gekauft. Diese 14 Meter lange Maschine wird bei hohen Auflagen lediglich von einem hoch qualifizierten Mitarbeiter bedient bzw. überwacht. „Wir waren gezwungen, uns eine solche Maschine anzuschaffen, sonst wären wir was Druckqualität, Druckpreis und Drucktempo anbelangt, nicht mehr konkurrenzfähig", meinte Herr Jäger.
  • Schließlich bietet die Druckerei Mack ihren Kunden die unterschiedlichsten Formen der Weiterverarbeitung in der Buchbinderei an, sei es eine Klebebindung, eine Rückstichheftung oder auch eine Hardcover-Version. Für Loseblattsätze können die Kunden zwischen unterschiedlichsten Mappen wählen, so dass sie ihre Produkte oder Informationen in origineller Verpackung auf den Markt bringen können.
Bild3 webBild 3: Ein Druckergebnis

Inwiefern ist in der Druckerei Mack Flexibilität gefragt?
Das gilt schon ganz grundsätzlich im Printbereich für die Berufsbilder. Niemand kann sagen, ob der Beruf, für den sich heute jemand entscheidet, in dieser Form in 20 Jahren noch gebraucht werden wird. So hat zum Beispiel Herr Jäger noch Farbenlithograph gelernt, ein Beruf, den es in dieser Form heute nicht mehr gibt, weil sich die Druckvorstufe vollkommen verändert hat.
Das gilt aber auch für die Arbeitszeit. Es gibt Wochen, in denen die Auftragssituation nicht so gut ist. Da können die zirka 60 Mitarbeiter der Firma ihre Überstunden abbauen. Umgekehrt gibt es Wochen, in denen große Aufträge mit hohem Zeitdruck termingerecht abgearbeitet werden müssen. Dann gibt es verlängerte Schichten, um den zugesagten Termin auch verwirklichen zu können. Jeder technische Mitarbeiter der Druckerei hat ein Arbeitszeitkonto, welches bei der unterschiedlichen Auslastung seine Anwendung findet.
Ein bisschen kann diese Flexibilität von den Schülerinnen und Schülern schon in der Schule erfahren werden: Auch innerhalb eines Schuljahres gibt es verdichtete Wochen, in denen eine Klassenarbeit auf die andere folgt und es gibt andere Schulwochen, in denen es eher gemütlich zugeht. Insofern kann Schule sehr wohl Vorbereitung auf die Erfordernisse des Berufslebens sein, selbst wenn es schöner wäre, die anfallende Arbeit so gleichmäßig wie möglich zu verteilen.
Manfred Schnitzler

Nächste Termine

  • 24.04.
    Englisch-Prüfung
  • 27.04.
    Deutsch-Prüfung
  • 02.05.
    SMV-Sitzung 6.Stunde