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Ich gehe gern auf die Johann-Bruecker-Schule, weil es hier echt coole Lehrer und Lehrerinnen gibt.
Alle Zitate lesen Marcus, 13 Jahre
Das Haus der Geschichte in Stuttgart hat seine Sonderausstellung zum Ersten Weltkrieg so angelegt, dass die Besucher Krieg mit allen Sinnen wahrnehmen können: das Riechen des Krieges wie zum Beispiel der Schweiß der Soldaten im Schützengraben, das Giftgas oder die Seife an der Heimatfront aus Ersatzstoffen hergestellt; das Hören des Krieges wie der Einschlag von Granaten oder das Knattern der Maschinengewehre; das Schmecken des Krieges zum Beispiel der Geschmack eines nahrhaften Zwiebacks aus Ersatzstoffen.

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Am Donnerstag, den 4. Dezember 2014, hat sich die R 9a im Rahmen ihres Unterrichtsprojekts zum Ersten Weltkrieg auf den Weg nach Stuttgart gemacht.
Unser Schwerpunkt in der Dialogführung zwischen dem Haus der Geschichte und der Staatsgalerie war das Sehen des Krieges:

  • Mich hat beeindruckt, wie ausgeklügelt die Technik für ein Repetier-Gewehr mit Fernrohr war. Ohne den Kopf aus dem schützenden Graben zu nehmen, konnte man in die feindlichen Linien schauen und entsprechend gezielt schießen. (Silas)
  • Ich fand die schwere Fliegerkamera der deutschen Aufklärung eindrücklich. Sie hat es möglich gemacht, sehr genaue Rundblickaufnahmen der feindlichen Stellungen zu erhalten. Allerdings mussten die Flugzeuge bis zu 3000 Meter hochsteigen, um dem feindlichen Abwehrfeuer auszuweichen und die Pilotenentsprechende Schutzmasken gegen die Kälte tragen. (Dominik)
  • Unheimlich fand ich den Propagandafilm zur Prothesentechnik. Es wurde ein Soldat mit einer künstlichen Hand gezeigt, der scheinbar mühelos eine Decke zusammenlegen konnte. Dieser Film sollte die Folgen des Krieges verharmlosen. (Vanessa)
  • Ich war erstaunt, wie viele Briefe geschrieben und von der Feldpost zwischen Heimat und Front hin und her geschickt wurden. Darin haben die Soldaten den Krieg meist besser dargestellt, als er in Wirklichkeit war, um ihre Angehörigen daheim nicht zu beunruhigen. (Niklas)

Der Krieg als Zeltlager, als Ausflug, als abenteuerlicher Event – das wurden den Soldaten sehr bald bewusst – das ist ein Irrtum. Statt dessen Durst, allgegenwärtige Lebensgefahr und Stillstand im Verlauf der Fronten.

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Erst die Künstler wagten es, nach dem Ersten Weltkrieg diese Grausamkeiten ungeschminkt darzustellen. Das konnten wir im zweiten Teil der Führung in der Staatsgalerie an vier Kunstwerken sehen, zum Beispiel beim „Streichholzhändler" (1920) von Otto Dix:
Ein Kriegsversehrter ohne Beine und Arme, außerdem blind, sitzt auf dem Gehweg und versucht durch den Verkauf von Streichhölzern Geld zu bekommen. Aber die reichen Leute rennen vorbei und beachten ihn nicht. (Samuel)

Nach den Weihnachtsferien wird das Thema „Krieg" im Kunstunterricht aufgegriffen und somit das vertieft, was wir in Geschichte über den Ersten Weltkrieg gelernt haben.

M. Schnitzler

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