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Ich gehe gern auf die Johann-Bruecker-Schule, weil es viele schulische Aktivitäten wie Schuldisco gibt.
Alle Zitate lesen Jenina, 14 Jahre

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„Prynhawn da“ ist walisisch und die Begrüßung (für den Nachmittag). Übersetzt heißt es so viel wie „Guten Tag“. Ein Fünftel der Waliser soll diese alte Sprache keltischen Ursprungs noch sprechen, aber die meisten unserer Gastfamilien schauten uns nur erstaunt an. Wir stellten schnell fest: Englisch ist die Alltagssprache auch der Walliser und wir hatten viele Möglichkeiten, unsere Schulkenntnisse unter Beweis zu stellen.

Wir, die Klassen R 9a und R 9b, starteten am Sonntag, den 7. Juni kurz nach Mitternacht mit dem Bus zu unserer Studienfahrt nach Wales. Wir fuhren etwa 19 Stunden bis nach Bath im Westen von Südengland. Natürlich gab es zwischendurch immer wieder Pausen und eine Überfahrt bei herrlichem Wetter mit der Fähre Calais – Dover. Verzögert hat sich unsere Anreise durch die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Hafenbecken von Calais gefunden worden war und gezündet werden musste. In Bath verbrachten wir unsere erste Nacht in einem schön über der Stadt gelegenen Youth Hostel.

Die Nacht verging wie im Fluge, da wir am Montagmorgen schon um 8: 00 Uhr frühstücken mussten, um rechtzeitig zur Stadtführung in Bath antreten zu können. Von der Stadt waren wir positiv überrascht: Bath ist eine sehr schöne und spannende Stadt mit geschichtlichen Wurzeln bis in die Römerzeit (Therme).
Gegen Abend parkte der Bus dann am Treffpunkt mit unseren walisischen Gastfamilien, bei denen wir in den nächsten Tagen leben sollten. Die Gastfamilien begrüßten uns freundlich, fuhren uns zu ihren Häusern rund um Cardiff und zeigten uns unsere Zimmer. Beim ersten Abendessen lernten wir uns schon einmal ein bisschen kennen.

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Immer morgens um 8: 00 Uhr war Treffen der beiden Klassen auf dem Parkplatz. Am Dienstag stand vormittags die Stadtführung für Cardiff auf dem Programm. Obwohl – wie schon in Bath – alles in Englisch gehalten wurden, konnten wir feststellen, dass wir doch schon einiges verstehen! Anschließend bekamen wir von unseren Klassenlehrern, Herrn Schnitzler und Heer, ein paar Stunden Zeit, die Hauptstadt von Wales in Kleingruppen „unsicher“ zu machen. Eine gemeinsame Bootfahrt von der City nach Cardiff Bay führte uns in den sehr modern gestalteten Hafen. Unter anderem schauten wir uns das dortige Opernhaus an. Um 18: 30 Uhr (britischer Zeit – eine Stunde zurück im Vergleich zur MEZ) wurden wir von unseren Gasteltern fröhlich zurückerwartet.

Am Mittwoch erkundeten wir in zwei Gruppen die Südküste von Wales: einer sportlichen Gruppe auf einer zwölf Kilometer langen Berg- und Taltour und einer gemütlicheren Wandertour von etwa fünf Kilometern.. Das waren unvergessliche Eindrücke und für die meisten von uns der Höhepunkt unserer Studienfahrt! Nachdem wir die Touren erfolgreich und ohne (größere) Verletzungen gemeistert hatten, entspannten wir uns am Strand, badeten im Meer und genossen die wunderschöne Aussicht. Nach solch einem anstrengenden Tag freuten wir uns alle auf das Abendessen und unser Bett.

Die Industriegeschichte von Wales stand am Donnerstag im Mittelpunkt. Wir fuhren etwa 50 Kilometer nördlich von Cardiff mit der „Brecon Mountain Railway“, einer kleinen Dampfbahn, die uns in die ehemaligen Abbauhalden der Kohle führte. Die Berge waren allerdings schon wieder grün überwachsen, da der Betrieb seit 1980 endgültig eingestellt wurde. Nachmittags fuhren wir in ein Bergwerk ein und konnten körperlich ahnen, wie hart die Arbeit der Kumpel gewesen sein musste.

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Am Freitag schließlich ging´s ganz früh um 6: 00 Uhr los, damit wir möglichst nicht in den alltäglichen Stau rund um London kommen. Am berühmten Kaufhaus Harrods ließ uns unser Busfahrer Herr Aliju schnell raus und gemeinsam sahen wir uns wichtige Sehenswürdigkeiten wie den Hyde-Park, den Buckingham Palace (mit „Change of the Guards“!), den Picadelli Circus, Big Ben und Houses of Parlaments an. Auch in London bekamen wir Freiraum, in Gruppen diese wunderschöne, bunte, aber auch laute Stadt zu erleben und zu shoppen. Gegen 21: 00 Uhr fuhren wir mit der Underground zum Hotel unseres Busfahrers, der eine neunstündige Ruhezeit einhalten musste, bevor er sich wieder ans Steuer setzen durfte. Nach weiteren 18 Stunden Busfahrt, in der viele von uns schliefen, kamen wir am Samstag gegen 14: 00 Uhr am Schulparkplatz an und wurden von unseren Eltern fröhlich zurückerwartet.

Uns hat die Studienfahrt nach Wales richtig gut gefallen und wer weiß, vielleicht heißt es für den einen oder anderen ja schon bald erneut: „Croeso i Gymru“ – Willkommen in Wales!

Niklas Mayer & Uros Jokic (R 9a)

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