IMG_20131002_171059.jpg
Ich schicke meine Tochter gerne auf die JBS, weil es viele gute Lehrer gibt, die auch mal über den „Tellerrand“ rausschauen.
Alle Zitate lesen Anja Schneider

Bild 1 Logo webAm Donnerstag, den 10. Dezember 2015 war Frau Niebusch von der Diakonie- und Pflegestation Schönaich als Expertin bei uns im evangelischen Religionsunterricht der Klassen 8 a/b.
Obwohl sie ausgebildete Kinderkrankenschwester ist, fährt sie nun tagtäglich von einem Schönaicher Haushalt zum anderen, um alten und kranken Menschen zu helfen.
„Wir sind als Mitarbeiter der Diakonie- und Sozialstation immer Gäste in einem fremden Haus. Deshalb fragen wir auch stets höflich nach, ob wir zum Beispiel einen Schrank öffnen dürfen. Uns ist wichtig, dass die alten und kranken Menschen noch so viel wie möglich selbst machen. Deshalb sprechen wir auch immer von Klienten, nicht von Patienten. Mich erfüllt die Arbeit mit den alten und kranken Menschen.“
Die Schülerinnen und Schüler haben erfahren:
Der Arbeitstag von Frau Niebusch beginnt um 6: 45 Uhr und endet gegen 12: 30 Uhr, manchmal auch erst um 14: 00 Uhr. Ein Besuch dauert, je nach Pflegebedarf, zwischen 15 und 45 Minuten, so dass eine Tagestour zwischen sieben und 20 Besuche bedeutet.
Dabei spielt im ambulanten Pflegedienst Professionalität eine große Rolle: Frau Niebusch muss sich mit Medikamenten auskennen, bei Diabetes darauf achten, dass alles im grünen Bereich ist, Wunden behandeln und verbinden, parenterale Ernährung bei Krebspatienten überwachen und hat auch eine Ausbildung in Kinästhetik, damit sie mit möglichst geringem Kraftaufwand die Patienten bewegen kann. Das schont ihren Rücken, das ist aber auch für die Patienten gut. Die Professionalität des ambulanten Pflegedienstes kommt auch in der Arbeitskleidung und im Dienstwagen mit Diakonie-Logo zum Ausdruck.
„Warum machen Sie Ihre Arbeit gern?“, wurde unsere Expertin von einer Schülerin gefragt.
„Ich gehe oft aus einem Haushalt mit dem Gefühl: Ich konnte wenigstens ein bisschen helfen und den Alltag der alten und kranken Menschen erleichtern. Es macht mir allerdings immer noch zu schaffen, wenn ich nach einem Besuch dieses schöne Gefühl ab und zu nicht habe.“

Allen ist durch den Unterrichtsbesuch klarer geworden, welch einen wichtigen Beitrag die Diakonie- und Sozialstation für das Zusammenleben der Menschen in Schönaich hat.
Helfen ist allerdings nicht nur Profisache. Das werden die Schülerinnen und Schüler erfahren, wenn sie selbst in den kommenden drei Monaten in ihrem Sozialpraktikum sich etwa 30 Stunden sozial engagieren.

M. Schnitzler

Nächste Termine

No events found.