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Ich gehe gern auf die Johann-Bruecker-Schule, weil es viele tolle AGs gibt und es manchmal auch ganz lustig ist.
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Am Dienstag, den 8.3.16 und am Dienstag, den 22.3.16 machten sich jeweils die BK- Gruppen der Klassen R 9a und R 9b auf den Weg in die Staatsgalerie nach Stuttgart, um eine Reise durch die Stilepochen der Kunst zu erleben.
Start unserer Reise war das Mittelalter mit den Epochen der Romanik und Gotik. Anhand eines Altarbildes erfuhren wir, dass die Künstler zu dieser Zeit hauptsächlich biblische Geschichten in Bilder umsetzten. Grund dafür war, dass der Großteil der Bevölkerung Analphabeten waren und es auch noch keine Übersetzung der Bibel gab. In ihren Bildern verzichteten sie auf Proportionen und Räumlichkeit. Dies änderte sich im prunkvollen Barock, denn hier spielten nun Proportionen und Räumlichkeit, sowie detaillierte Darstellungen und das Spiel von Licht und Schatten eine große Rolle.
Auf unserer weiteren Reise lernten wir C.D. Friedrich kennen, der in der Romantik wirkte. Seine Bilder sind, auch wenn es sich häufig um Naturdarstellungen handelt, kein Abbild der Realität, sondern spiegeln vordergründig Gefühle und Emotionen wieder. Dies schaffte er überwiegend durch eine helle Farbgebung. Im Gegensatz dazu wurde dann im Realismus mit sehr dunklen Farben gearbeitet und detailliert das abgebildet, was zu sehen war. Die Bilder wirken alle sehr düster, nur ein leichter Lichteinfall ist zu sehen. Bis zu dieser Zeit entstanden alle Bilder in Ateliers aus dem Kopf der Künstler. Ein Grund hierfür war, dass die Künstler ihre Farben noch selbst herstellen mussten. Erst mit dem Impressionismus begann die Freilichtmalerei. Man fand die Künstler mit ihren Staffeleien draußen in der Natur, um die Stimmung des Moments einzufangen. Sie setzten ihre wieder überwiegend hellen Farben nebeneinander, so dass ihr Pinselduktus im Bild erkennbar ist. Erst im Auge des Betrachters vermischen sich die Farben und das gesamte Bild erschließt sich.
Mit der Einführung der Fotografie veränderte sich auch die Kunst. Es wurde nicht mehr das gemalt, was man sieht, sondern die Künstler versuchten nun durch Form und Farbe ihrem Bild einen Ausdruck zu geben. Diese abstrakte Malweise findet man zum ersten Mal im Expressionismus. Je länger wir solch ein Bild betrachteten, umso mehr konnten wir darin entdecken. Dies entwickelte sich bis zum Surrealismus weiter, in dem die Künstler Motive und Situationen kombinieren, die es im Alltag nicht gibt. Unsere Reise endete in den 1960er Jahren mit einem Siebdruck von A. Warhol. In der Epoche des Poparts arbeiteten die Künstler viel mit Bildern aus Werbung, Zeitung und TV und bunten Farben. Ihr Ziel war es die moderne Konsumgesellschaft zu verherrlichen und zu kritisieren.
SAM 0831 webNachdem wir in der einstündigen Führung durch die Staatsgalerie einen Überblick über die Besonderheiten verschiedener Kunstepochen erhalten haben, machten wir uns selbst auf den Weg in ein Atelier. Dort bekamen wir die Möglichkeit selbst auszuprobieren wie die Künstler in den verschiedenen Epochen zu arbeiten. Entstanden sind einzigartige surrealistische Collagen, sowie impressionistische und expressionistische Bilder, die wir am Ende des Tages mit nach Hause nahmen.

P. Ralle

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