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Ich gehe gern auf die Johann-Bruecker-Schule, weil ich in meiner Nähe einen guten Realschulabschluss machen kann.
Alle Zitate lesen Jennifer, 14 Jahre

Ausstellung der Klassen 10

Wie gestaltete sich das Leben im Dritten Reich, also in den Jahren 1933 – 1945, in Deutschland im Allgemeinen und in Schönaich im Besonderen? Mit dieser Fragestellung befassten wir uns in den letzten Monaten in Geschichte. Zunächst hatten wir uns gemeinsam die ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus bewusst gemacht. Anschließend haben sich Zweierteam mit unterschiedlichen Teilthemen zum Dritten Reich bzw. Zweiten Weltkrieg befasst und ihre Ergebnisse durch ein Info-Plakat den Klassenkameraden vorgestellt.

Diese zum Teil sehr gut gestalteten Plakate aus beiden Klassen haben wir zu einer Ausstellung zusammengestellt und mit realen Gegenständen dieser Geschichtsepoche (Wehrpässen, einem Fotoapparat, einem Bajonett, einem Stickeralbum zu Adolf Hitler, Aufsätzen aus dieser Zeit u. v. a. m.) in zwei Vitrinen ergänzt.

Zur Ausstellungseröffnung erzählte uns Walter Jehle als Zeitzeuge und versierter Lokalhistoriker von seinen Erlebnissen aus dieser Zeit. So erfuhren wir, dass einerseits die meisten Lehrer in Schönaich zu dieser Zeit fachliche Allround-Talente waren, so dass die wenigen Schüler, die auf weiterführende Schulen gingen gegenüber den Schülern aus den städtischen Volksschulen einen beachtlichen Vorsprung hatten. Andererseits waren sie konsequent auf parteipolitischer Linie, manche von ihnen sogar fanatisch. So wurde zum Beispiel der Hitlergruß pingelig genau eingeübt und es gab zahllose Fahnenappelle mit Nationalhymne und Horst-Wessel-Lied. Solange gesungen wurde, musste der Arm vorschriftsmäßig hochgehalten werden. Wehe, wenn der Hitlergruß schlampig ausgeführt wurde. Dann waren Tatzen fällig.

Damit wir auch ein wenig die damalige Zeit schmecken konnten, wurden nach dem Vortrag „Muckefuck“ und Haferplätzchen angeboten. Weil das Dritte Reich von Einfuhren möglichst unabhängig werden wollte, wurde dieser Kaffeeersatz und Produkte aus heimischen Getreide propagiert.

Abschließen werden wir das Thema Nationalsozialismus im Februar mit einer Klassenfahrt ins KZ Dachau bei München.

Wenn Sie nach den Weihnachtsferien Zeit haben, sind Sie herzlich ins Schulhaus eingeladen, um sich die Ausstellung und die Vitrinen in der runden Aula unserer Schule anzuschauen.

M. Schnitzler

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